Phil Tayler (Karriere)

Phil Taylor begann mit dem Dartspiel in den Kneipen von Stoke-on-Trent. Dort wurde er von Eric Bristow entdeckt, einem der bekanntesten Dartspieler der 1980er. Bristow entschied sich dazu, Phil mit 10.000 £ zu fördern, allerdings unter der Bedingung, dass Taylor das Geld zurückzahlte. Mit dem Geld war es Phil Taylor möglich, mehr zu trainieren und an kleineren Turnieren teilzunehmen. Von diesem Moment an begann Taylors kometenhafter Aufstieg zu einem der weltbesten Spieler aller Zeiten und dem dominierenden Spieler der 1990er und 2000er. Nach eigenen Aussagen trainiert er zur Zeit etwa drei Stunden täglich, von 10 bis 13 Uhr.

Nach dem Gewinn der Canadian Open 1990 war er bei der Dart-Weltmeisterschaft 1990 teilnahmeberechtigt. Dort traf er als ungesetzter Außenseiter im Finale ausgerechnet auf seinen Mentor Eric Bristow, den er klar mit 6-1 bezwang. Vor dem Turnier standen die Quoten auf einen Sieg Taylors 125:1. Noch im selben Jahr wurde Phil Taylor Weltranglistenerster.

Seit damals gewann Taylor zahlreiche WM-Titel. Bereits ein Jahr später schlug er in einem hochklassigen WM-Finale Mike Gregory. Danach verließ er die British Darts Organisation (BDO) und wurde einer der Gründer der Professional Darts Corporation (PDC). Das erste Weltmeisterschaftsfinale der PDC im Jahr 1994 verlor Taylor noch klar gegen Dennis Priestley, doch die Weltmeisterschaft des neugegründeten Profiverbandes konnte er zwischen 1995 und 2002 acht Mal in Folge gewinnen. 2001 schaffte er im Finale einen Durchschnittswert von 107 Punkten und eine Checkout-Rate von 72,5%. Dies ist eine der besten Leistungen die jemals erreicht wurde. Erst 2003 konnte John Part, der bei Taylors Glanzleistung im Finale 2001 nur Statist gewesen war, mit 7-6 Sätzen gewinnen und damit Taylors Serie unterbrechen. 2004, 2005 und 2006 war er erneut drei Mal in Folge siegreich und kann somit bereits auf elf PDC-Weltmeistertitel sowie zwei BDO-Erfolge blicken. Im Jahr 2007 musste er seine dritte Finalniederlage bei der PDC-Weltmeisterschaft hinnehmen. Er unterlag dort Raymond van Barneveld, der im Februar 2006 in die PDC wechselte, in einem hochklassigen Finale erst im Sudden Death mit 6-7 Sätzen. 1999 gewann Taylor noch problemlos das so bezeichnete "Match des Jahrhunderts" mit 21-10 gegen die damalige Nummer 1 der BDO-Weltrangliste. Taylor erreichte bisher jedes Mal das Finale des seit 1994 existierenden PDC-Wettbewerbs. Zur Zeit ist Phil Taylor die Nummer 1 der PDC-Weltrangliste.

2002 spielte er bei den Winter Gardens in Blackpool, Lancashire, während seines Viertelfinalspiels gegen Chris Mason in der Stan James World Matchplay Championship ein perfektes Nine dart finish, das live im Fernsehen übertragen wurde. Er traf sieben Mal in Folge die Triple-20 gefolgt von einer Triple-19 und einer Double-12. 2004 konnte er dieses Kunststück in Bolton während einer Partie in der UK Open Championship erneut live im Fernsehen wiederholen, wodurch er der einzige Spieler wurde, dem es bisher gelungen ist, diese Meisterleistung mehr als einmal im Fernsehen zu zeigen. 2005 gelang es ihm gar ein drittes Mal, erneut bei der UK Open Championship.

Ergebnisse in Weltmeisterschaftsfinalen

Neben dem Dart

Taylor ist Vater von vier Kindern (Lisa, Chris, Kelly und Natalie) und Ehemann von Yvonne und Fan des Fußballvereins Port Vale. Er veröffentlichte bereits eine Autobiographie (mit Sky-TV-Dartkommentator Sid Waddell) und hat des Öfteren Auftritte in Fernsehshows.

2004 erreichte er bei den UK Poker Open, dem höchstdotierten Pokerturnier im Vereinigten Königreich, den 2. Platz hinter dem professionellen Snooker-Spieler Matthew Stevens aus Wales.